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Mon, 21.01.19

Restaurant eröffnen - Alle Schritte bis zur Eröffnung



E in Restaurant zu eröffnen ist keineswegs ein Kinderspiel und erfordert eine sorgfältige Planung. Dazu gehören zum einen die Wahl der Lage, das Konzept mit dem Du die Gäste beeindrucken möchtest sowie ein strategisch durchdachtes Marketing. Sinnvoll wäre es zunächst sich einen kompakten, aber klar definierten Businessplan zu erstellen. Wichtig ist es dabei die Grundidee herausarbeiten als auch dein USP (Unique Selling Point) - Was macht dich anders im Gegensatz zur Konkurrenz? Weitere Punkte wie die Finanzierung und die tatsächliche Umsetzung helfen dir immer einen klaren Überblick über deinen Plan und deine Ziele zu haben.

Folgende Themen gehen wir durch:

  1. Idee und Grundkonzept
  2. Voraussetzungen für eine Restauranteröffnung
  3. Die richtige Location finden
  4. Der Businessplan
  5. Die Finanzierung
  6. Das richtige Personal
  7. Das Marketing
  8. Die Versicherung

1. Idee und Grundkonzept

Du brauchst unbedingt ein stimmiges, kreatives oder gar einzigartiges Konzept für die Umsetzung. Biete deinen Kunden etwas, das sie bei der Konkurrenz nicht bekommen können. Wichtig ist es aber auch zu wissen wer überhaupt die Konkurrenz ist und was sie konzeptionell als auch an Gerichten anbietet. Das Thema Konkurrenz gehen wir später in dem Artikel noch genauer durch. Zunächst solltest du dir unter anderem folgende Fragen durch den Kopf gehen lassen:

  • Was für Speisen/Gerichte möchte ich eigentlich anbieten?
  • Wie soll das Restaurant aussehen?
  • In welchem Preissegment möchte ich die Gerichte anbieten?
  • Wo soll sich das Restaurant befinden?
All diese Themen sollen aufeinander abgestimmt sein und so sollte das Alleinstellungsmerkmal dann herausgearbeitet werden. Es muss alles zusammen passen von der Location, zur Speisekarte bis hin zur Inneneinrichtung.


2. Vorraussetzungen für eine Restauranteröffnung

Sobald du dir sicher bist, was dein Alleinstellungsmerkmal sein soll und dein Konzept steht, solltest du dich um die die "Basics" kümmern. Eine behördliche Erlaubnis ist grundsätzlich nicht das Einzige was du brauchst. Du solltest auf jeden Fall Vorkenntnisse in der Gastronomie mitbringen. Des weiteren brauchst du Grundkenntnisse in der Betriebswirtschaft, das heißt kaufmännisches Wissen wie die Preiskalkulation, die Buchführung und den Einkauf. Wenn du dich da nicht auskennst, solltest du dir jemanden an Bord holen, der dich unterstützt.
Zu den Voraussetzungen: Gaststättenerlaubnis Du benötigst eine Gaststättenerlaubnis (oder auch Gaststättenkonzession genannt) nur dann, wenn du vor hast alkoholische Getränke anzubieten. Du kannst diese ganz leicht bei deinem Gewerbeamt beantragen, zu beachten ist jedoch folgendes:

  1. Du musst Zuverlässig sein: Dazu benötigst du ein sauberes Führungszeugnis, ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes.
  2. Du braucht eine fachliche Eignung: Diese erhältst du nach der erfolgreichen Teilnahme des Seminars „Lebensmittelrechtliche Vorschriften“ an der IHK und einer Erstbelehrung durch das örtliche Gesundheitsamt
  3. Du erfüllst die ortsbezogenen Voraussetzungen: Damit ist die Bewertung deiner Örtlichkeit gemeint. Du benötigst alle Dokumente, wie den Kauf-, Miet- oder Pachtvertrag sowie einen Nachweis, dass deine Räumlichkeiten für den gewählten gewerblichen Zweck geeignet sind. Dabei sind auch die rechtlichen Bestimmungen für Sanitäranlagen mit inbegriffen.


3. Die richtige Location finden

Die Wahl des Standortes ist einer der wichtigsten Entscheidungen die du treffen musst, die auch die größte Auswirkung auf den Erfolg deines Restaurants haben wird. Dabei ist einiges zu beachten:

  1. Nachbarschaft: Wie sehen die anliegenden Häuser aus? Was für eine Klientel zieht hier durch die Häuser? Wie viele Menschen schlendern täglich durch die Gassen? Gibt es in der Nähe Bürogebäude die z.B. zum Mittagessen vorbeikommen würden oder kommen die Gäste eher abends? Laufkundschaft oder eher nur Reservierungen? Gibt es Baustellen oder andere Störfaktoren? Passt das Konzept zur Umgebung?
  2. Größe: Denkst du die Größe der Räumlichkeiten ist genug oder zu groß? – Denn wenn dein Restaurant einen leeren Eindruck macht, dann meidet die Laufkundschaft deinen Laden. Somit besser etwas Kleineres als etwas zu Großes. Wenn du Gäste nach Hause schicken musst weil du keine Plätze mehr hast, erweckst du den Eindruck, dass es was besonderes ist, ein Gast in deinem Lokal zu sein.
  3. Infrastruktur: Wie schaut es mit der Anbindung aus? Müssen die Gäste mit dem Auto zu dir fahren oder können Sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu dir kommen. Kann man bei dir parken oder muss man etwas länger in der Umgebung suchen um einem Parkplatz zu finden?
  4. Konkurrenz: Ein sehr wichtiger Punkt: Was für anderweitige Essensmöglichkeiten gibt es in der Umgebung? Bieten Sie was Ähnliches an oder was ganz Anderes? In wie fern würdest du von der Konkurrenz herausstechen? Ist es dein Konzept, deine Lage, die Qualität oder deine Preise? Du darfst nicht vergessen, dass die Konkurrenz nie schläft.

Vergiss dennoch die Kosten nicht, je besser die Lage desto teurer wird es. Rechne dir genau diene laufenden Kosten aus und gehe anfangs eher vom Worst-Case Szenario aus, als vom Best-Case Szenario, nicht das du schon am Anfang ein volles Restaurant benötigst um die Kosten für die Lage zu decken.


4. Der Businessplan

Das Restaurant Konzept ist schon fertig und der Standort ist auch schon beschlossen? Dann sollte es jetzt mit dem Businessplan losgehen. Der Businessplan ist das Dokument das dein komplettes Konzept Schwarz auf Weiß zusammenfasst und genauestens beschreibt. Setz dich hin und nimm dir etwas mehr Zeit um einen guten Businessplan zu schreiben, denn es wird dir nicht nur am Anfang helfen deine Ziele zu erreichen, sondern dich auch später daran erinnern was du erreichen wolltest. Zum anderen benötigst du den Businessplan um Investoren oder Kreditinstitute von deiner Idee/deinem Konzept zu überzeugen.


5. Die Finanzierung

Vor allem am Anfang ist das Gastronomiegeschäft sehr investitionslastig. Es muss renoviert werden, die notwendige Ausstattung besorgt werden, wie zum Beispiel die Küchengeräte, Möbel, Geschirr und vieles mehr. Diese Kosten solltest du in deinem Businessplan als Gründungskosten einkalkuliert und in deiner Rentabilitätsrechnung verrechnet haben. Der Finanzplan sollte felsenfest aufgebaut sein, so dass innerhalb der nächsten 1-2 Jahre du grüne Zahlen schreiben kannst. Um deine Gründungskosten sowie dein eigenes Gehalt (oder das Gehalt deines Personals) zu Beginn decken zu können, kannst du dich neben den staatlichen Unterstützungen (zum Beispiel der Existenzgründungszuschuss vom Arbeitsamt) auch an externe Kapitalgeber (z.B. es mit Business-Angels versuchen oder aber auch mit beispielsweise der KfW Bank) wenden.


6. Das richtige Personal

Das Personal ist essentiell für ein erfolgreiches Restaurant. Es fängt mit dem Koch an und endet mit dem Reinigungsdienst. Um dem Gast mit einem Lächeln nach Hause zu schicken, sollte von vorne bis hinten alles stimmen. Von dem äußeren Eindruck über dem Service und der Freundlichkeit des Personals bis hin zu dem Essen sollte alles stimmen. Das Ziel sollte es sein, aus der Laufkundschaft, Stammgästen zu machen. Das gelingt zum einen am Besten mit gutem Essen für einen angebrachten Preis, aber auch der Service und die Freundlichkeit sind genauso entscheidend. Deshalb solltest du dich auf Folgendes bei der Personalsuche achten:

  • Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft
  • Erfahrung in der Gastronomiebranche
  • Probearbeiten lassen, um die Angaben zu verifizieren

  • Wenn du der Überzeugung bist, das alles passt, dann musst du dich nur noch um das Rechtliche kümmern. Arbeitsverträge erstellen und vom Personal ein Gesundheitszeugnis anfordern.


    7. Marketing

    Zu guter Letzt kommt die Aufgabe, die nicht nur zu Beginn deines Restaurants eine wichtige Rolle spielen sollte – das Restaurant Marketing. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten die potenziellen Gäste auf dein Restaurant und deinen Gerichten aufmerksam zu machen. Als aller erstes solltest du dein Restaurant in ein Branchenbuch eintragen lassen. Auch auf Google My Business solltest du dich anmelden, sodass dein Restaurant auf Google Maps sichtbar wird. Dann solltest du unbedingt ein bis zwei Social-Media-Plattformen nutzen. Mache Fotos von deinen Gerichten und was hinter den Kulissen so passiert. Grundsätzlich solltest du so viele Fotos und Videos wie nur möglich machen, die kann man im Grunde immer gut nutzen, nicht nur für die eigene Webseite sondern auch für Events oder oder nur für Social-Media-Posts.
    Viele begeisterte Food-Blogger und Influencer sind auf Facebook oder Instagram, die du auch mal zu dir in dein Restaurant einladen kannst, damit sie über dich schreiben. Aber Achtung, es kann auch in die andere Richtung gehen, denn Blogger versuchen möglichst neutrale Bewertungen abzugeben um nach außen nicht gekauft oder bestechlich zu erscheinen.
    Wir von flavourate haben uns auch intensiv mit der Vermarktung und dem Restaurant Marketing beschäftigt und haben eine neue und sehr zielgerichtete Lösung entwickelt. Das Stichwort heißt Foodtasting. Das bedeutet du, als Restaurantbesitzer, kannst Foodtasting-Events erstellen, an denen eine von dir definierte Anzahl an Gästen zu einem bestimmten Zeitpunkt von dir in dein Restaurant eingeladen werden, ein bestimmtes Gericht (die Gäste haben bis zu 3 Gerichte zur Auswahl) von dir zu probieren und zu bewerten. Die Gäste können für dieses Gericht soviel zahlen, wie sie möchten, alles andere kostet so viel wie auf der Speisekarte steht. Daraufhin müssen die Gäste eine anonyme Bewertung für das Essen abgeben, welches nur an dich geht. So kannst du dir ein echtes und verifiziertes Bild von deinem Essen und Service machen. Der Gast kann das ruhig auch von zu Hause machen und gibt dir ehrliches Feedback, da er sich nicht zu schämen braucht. Bei den Events fallen somit fast keine Kosten für dich an, da fast alle Gäste etwas für das Essen zahlen werden und du von den Getränken, sowie Vor- oder Nachspeise mindestens bei Null rauskommen wirst. Du hast die Kontrolle wer kommen darf und wieviele du letztendlich einlädst. So kannst du dein Essen und dein Service gezielt verbessern, als auch dein Restaurant zu eher schlechter besuchten Zeiten mit Gästen füllen. (Ein zusätzlicher Tipp: Ein volles Lokal lockt mehr Laufkundschaft an, denn keiner geht gerne als erstes in ein leeres Restaurant) Wenn du mehr über unser Konzept erfahren möchtest, dann besuche uns hier und melde dich schon jetzt an.
    Falls du vor hast auch Bestellungen anzunehmen, dann melde dich z.B. bei Foodora oder Lieferando an.


    8. Versicherung

    Die Lebensmittelsicherheit und Hygiene, sowohl in der Küche als auch in den Sanitärräumen, solltest du immer sorgfältig begutachten und stets kritisch begutachten. Wenn aber mal was Außerordentliches passieren sollte, dann ist eine Gewerbeversicherung unumgänglich. Lasse dir eine persönliche Analyse erstellen, oder suche dir eine passende Versicherung z.B. bei Check24. Mann weiß nie was passieren kann, deshalb solltest du dich rechtzeitig schlau machen, welche Art an Versicherung für dich am passendsten ist.


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